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Natur Kubatur

Der Mensch hat sich die Natur untertan gemacht, hat sie verdrängt und der Funktionalität seines Daseins untergeordnet. Seit einigen Jahren spüren wir umso mehr unsere Abhängigkeit von ihr, in dem sie uns dort fehlt, wo wir sie aus unserem täglichen Leben verdrängt haben. Die Innenstädte sind versiegelt, einzelne Bäume ragen nur wie schutzbedürftige Oasen aus dem Asphalt, Gräser am Straßenrand wurden als Unkraut gebrandmarkt und den Augen entrissen.

Und was macht die Natur mit uns? Sie lässt es uns auf ihre Weise spüren. Die Stadt heizt sich auf, die Luft füllt sich mit Staubpartikeln, der Lärm bricht sich ungehindert Bahnen. Der Menschen leidet, seine Augen vermissen das seit Jahrtausenden eingeprägte grüne Farbspektrum. Nachdem sich erst die Flora dann die Fauna weitgehend aus dem Stadtleben verabschiedet hat, droht der nächste Exodus: der des Menschen.  Weil er mit seinem kompromisslosen Optimierungsverhalten all jene Dinge vernichtet, die ihm guttun.

Wir wollen mit unserem Kunstwerk „Natur Kubatur“ einen Denkanstoß bieten, wie wir einander mehr Achtsamkeit entgegenbringen, wie wir Natur und Stadtleben besser versöhnen können. Aus einem ganz und gar egoistischen Leitmotiv heraus: den Menschen in der Stadt die Lebensqualität zurückzugeben, die nur aus lebendigem Grün erwachsen kann.

„Natur Kubatur“ lädt uns zum Verweilen ein und möchte zugleich erobert werden. Wer oben Platz nimmt, wird die Aussicht in den Stadtpark mit Blick auf die Erde genießen können. Zugleich macht die überdimensionierte Bank den Gast bewusst klein im Kontext zur Natur. Wir wollen eine Stimmung erzeugen, die mit Demut auf die Schöpfungskraft unserer Natur blicken lässt.

Es ist keine normale Bank. „Natur Kubatur“ soll in den nächsten Monaten durch die Besucher und durch die Natur erobert werden. Ein dickes Kleid aus Laub, Blüten und Gehölzen soll sich die riesige Bank Untertan machen. Die Metallkonstruktion wird jeden Tag ein Stück mehr in den Hintergrund treten. Am Ende der diesjährigen Vegetationsperiode hoffen wir auf ein dickes Blätterkleid, das die kalte Stahlkonstruktion mit einer vitalen Lebendigkeit überstrahlen wird. Was bleibt, ist der optimistische Blick in die Zukunft, dass mit der Natur viele Visionen für ein lebenswertes Aschersleben möglich sind.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung durch den Metallkünstler Benjamin Olschak für Entwurf und Herstellung des Kunstwerkes. Bei Silvio Merkwitz für die konzeptionelle Idee, bei Martin Rothe für die logistische Unterstützung, bei der Stiftung der Sparkasse Aschersleben-Staßfurt für die finanzielle Förderung, bei der Firma Novo-Tech für die Bereitstellung der Sitzfläche,  bei der Aschersleber Kulturanstalt, vertreten durch Lars Heidenreich für die gärtnerische Beratung und Betreuung und bei Matthias Poeschel für die Bereitstellung dieses schönen Ortes.

Pflanzenaufstellung

Wenn Sie vor der Bank stehen sehen Sie von rechts nach links folgende Pflanzen.

Parthenocissus (quinquefolia var. Engelmannii), Clematis (Viticela Group Etoile Violette, Parthenocissus (quinquefolia var. engelmannii);Partenocissus (tricuspidate Veitchii), Parthenocissus (tricuspidate Veitchii), Partenocissus (quinquefolia), Clematis (Late Large Jackmmanii), Partenocissus (tricuspidate Veitchii)